10 12, 2021

Agritechnica: Absage geplant

2021-12-10T10:01:23+00:0010. Dezember 2021|

Es wurde viel spekuliert in den vergangenen Tagen: Die Agritechnica wird Anfang 2022 vermutlich nicht als Präsenzmesse stattfinden.

Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) plant die Absage des Nachholtermins der Agritechnica vom 27. Februar bis 5. März.

An der Absage der Landtechnik-Leitmesse in Hannover geht kein Weg vorbei, die Beschlüsse der niedersächsischen Landesregierung zum Umgang mit der Pandemie ermöglichen keine Messe im üblichen Rahmen. Aufgrund der Corona-Auflagen wäre nur mit sehr geringen Besucherzahlen zu rechnen gewesen. Jetzt konzentrieren sich alle Vorbereitungen auf die Durchführung der Messe in 2023.

Uwe Weddige

Foto: Fendt

3 12, 2021

Kälber an kalten Tagen: Nesting-Score

2021-12-03T07:56:15+00:003. Dezember 2021|

Kälber haben im Verhältnis zu ihrem Gewicht eine sehr große Körperoberfläche. Ist die Umgebung kalt und nass ist, wie zum Beispiel in einem nicht eingestreuten Iglu, dann benötigt das Kalb viel Energie, um seine Körpertemperatur aufrechtzuerhalten. Diese Energie fehlt dann im Wachstum.

„Kälber werden mit wenig Körperfett geboren, doch Körperfett ist wichtig für das Immunsystem und hilft, die Körpertemperatur zu halten“, erläutert Uwe Weddige die Zusammenhänge. Kälber haben im Winter Kältestress. Deswegen ist es sehr wichtig, die Einstreu-Intervalle einzuhalten.

Nach den Erfahrungen von Ainagul Ayaganova haben Kälber in Betrieben mit einem Nesting-Score von 3 deutlich weniger Atemwegserkrankungen, da die Tiere keine Fettreserven mobilisieren müssen, um ihre Körpertemperatur zu halten. So stehen diese dem Immunsystem zur Verfügung. Sie erläutert die drei Stufen der Einstreumenge und -qualität: „Bei Nesting-Score 1 sind die Beine beim liegenden Kalb im Stroh komplett zu sehen, bei Score 2 sind sie halb und bei Score 3 gar nicht zu sehen.“

Nur dick mit viel Stroh einstreuen reicht aber nicht, „auch die Tränkemengen und die Konzentration des Milchaustauschers muss den Wintertemperaturen angepasst werden“, so der KFM-Projektleiter. Die Vollmilchmengen sollten bei Temperaturen unter 5°C um 20% erhöht werden, beim Milchaustauscher reicht es meistens, die Konzentration um 20 g pro Liter Tränke anzuheben. Dabei sind unbedingt die Herstellerangaben zu beachten.

Uwe Weddige

1 12, 2021

Grüne Woche 2022 abgesagt

2021-12-01T05:21:24+00:001. Dezember 2021|

Die Internationale Grüne Woche 2022 in Berlin findet nicht statt. Grund für die Absage der Verbrauchermesse, die für die Zeit vom 21. bis 30. Januar geplant war, sind die bundesweit steigenden Infektionszahlen sowie die zu erwartenden Corona-Beschränkungen.

„Die Internationale Grüne Woche lebt von den Begegnungen, vom Ausprobieren, Entdecken und Schmecken. Unter den gegebenen Voraussetzungen wie Masken und Abständen lassen sich die Erwartungen unserer Besucherinnen und Besucher an die Grüne Woche nicht erfüllen“, sagt Lars Jaeger von der Messe Berlin.

Die Begleitveranstaltung des Bundeslandwirtschaftsministeriums „Global Forum for Food and Agriculture (GFFA)“ findet digital statt. Vom 24. bis zum 28. Januar 2022 diskutieren in dem virtuellen Forum rund 2.000 internationale Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zu agrar- und ernährungspolitischen Fragen. Das GFFA 2022 widmet sich dem Thema „Nachhaltige Landnutzung: Ernährungssicherung beginnt beim Boden“.

Ausblick: Vom 20. bis 29. Januar 2023 findet die nächste Internationale Grüne Woche auf dem Berliner Messegelände statt.

Uwe Weddige

Foto: berlin.de

27 11, 2021

Seminar im DAZ: Im Kälberstall durchstarten!

2021-11-27T15:08:31+00:0027. November 2021|

Verzögerte Jungendentwicklung, immer wieder Durchfälle, dazu ein hoher Verbrauch an Vollmilch: die Kälberaufzucht läuft auf vielen Betrieben einfach nicht rund. Aber nur aus fitten Kälbern werden gesunde Milchkühe!

Mit zehn erprobten Tipps aus der tägliche Beratungspraxis vermittelte Uwe Weddige grundlegendes Wissen über die Einflüsse des Kuhkomforts auf die Kälbergesundheit. „Die Trockenstehzeit ist wie Urlaub für Milchkühe. Nur wenn es ihnen gut geht, bringen sie gesunde und fitte Kälber zur Welt“, ist sich der Experte sicher. Bewährt haben sich großzügig eingestreute Abkalbeboxen für den Zeitraum vor und nach der Geburt. Entscheidend für einen gesunden Start ins Leben ist die rechtzeitige Gabe von Biestmilch, in den folgenden Wochen entscheidet jedoch der richtige Tränkeplan für den Erfolg der Aufzucht. „Hier wird häufig am falschen Ende gespart, besonders im Winter sind 6 bis 7 kg Vollmilch pro Tag einfach zu wenig“, beschreibt Uwe Weddige die Situation.

Eine intensive Tierbeobachtung und Gesundheitskontrolle ist durch nichts zu ersetzen, „besonders bei Pneunomien und Durchfällen darf keine Zeit verloren gehen“, ermunterte Ainagul Ayaganova die Teilnehmer in ihren Ausführungen zur Kälbergesundheit zum schnellen und konsequenten Handeln. „Ohne kurative Maßnahmen geht es nur selten, besser ist es jedoch, die Möglichkeiten der Prävention auszuschöpfen“ erläuterte der Rinderfachtierarzt Asset Yergaliyev bewährte Impfstrategien in Milchkuhbeständen.

Besonders intensiv diskutiert wurde unter der Leitung von Olessya Kobzeva (DAZ), als Uwe Weddige Fütterungskonzepte für Kälber auf Basis einer Trocken-TMR vorstellte. „Diese Mischungen eignen sich hervorragend als Beifutter für die Tränkephase, sie sind leicht herzustellen, über mehrere Wochen gut zu lagern und für die Kälber bestens verträglich“, argumentierte der Berater.

Als wichtigen Erkenntnisgewinn beschrieben die Teilnehmer der Tagesveranstaltung in Chaglinka die Zusammenhänge zwischen der Kuh- und Kälbergesundheit und die Einflüsse der vielen Faktoren, die einem Kalb auf dem Weg zur Milchkuh begegnen. „Nur das ganzheitliche Verständnis bildet die Grundlage für eine erfolgreiche Milcherzeugung“, fasste einer der 35 Teilnehmer den Veranstaltungstag im Deutschen Agrarzentrum zusammen.

Uwe Weddige

18 11, 2021

Melken ohne zu surfen

2021-11-19T06:02:10+00:0018. November 2021|

Hohe Zellzahlen, lange Melkzeiten und Mitarbeiterwechsel sind Gründe, beim Melken einmal genau hinzusehen. Nur das richtige Melken bildet die Grundlage für eine gute Milchqualität und eine hohe Eutergesundheit!

In Trainings auf den Pilotbetrieben vermittelt Uwe Weddige grundlegende Fertigkeiten und Kenntnisse über Melktechnik, Euterphysiologie und den Melkvorgang in Theorie und Praxis. Während der praktischen Melkarbeit zeigt er wie Euterhygiene „geht“ und was man aus der Zitzenkondition ablesen kann.

Oft werden Euter unnötigerweise nass gereinigt, Melkzeuge quer angesetzt und die Abnahmeautomatik abgeschaltet. Die manuelle Belastung des Melkzeugs am Ende jeder Melkung – auch Surfen genannt – kostet viel Zeit und behindert die Arbeitsabläufe.

„Die Vorstimulation, das sogenannte Anrüsten, das korrekte Ansetzen des Melkzeuges und die Verbesserung der Arbeitseffizienz stehen im Mittelpunkt der Trainings“, erläutert der KFM-Projektleiter. „Diese Dinge kann man zwar theoretisch erläutern, eindrucksvoller und nachhaltiger kann ich diese Kenntnisse aber vermitteln, wenn ich eine Melkzeit lang mitmelke“, ist der deutsche Experte überzeugt.

Am Rande dieser einzelbetrieblichen Trainings vermittelt Uwe Weddige wichtiges Wissen zur Erzeugung von Qualitätsmilch, Milchbehandlung und Kühlung sowie Euteraufbau, physiologischen Vorgängen im Euter, zur Euterhygiene und zur Eutergesundheit.

Uwe Weddige

18 11, 2021

Mehr Vitamin D3 in der Milch

2021-11-18T05:14:34+00:0018. November 2021|

Kühe können Milch geben, die 20 Mal mehr Vitamin D3 enthält als herkömmliche. Das liegt an besonderen Leuchtstoffröhren im Stall.

Fünfzehn Lampen hängen im Stall von Armin Högenauer aus Bayern über dem Liegebereich der Kühe. Ihr Licht ist dem der Sonne nachempfunden und regt die Vitamin D3 Produktion im Körper der Tiere an, ohne allerdings Sonnenbrand zu verursachen.

Nach Ansicht von Tierarzt Peter Zieger haben die besonderen Lampen einen positiven Nebeneffekt: das Wohlbefinden und die Gesundheit der Tiere verbessere sich. Der Tierarzt hat den Eindruck, dass die Tiere viel ruhiger sind, außerdem seien sie gesünder.

Seit dem Einbau der Lampen haben Armin Högenauers Kühe viel seltener eine Euterentzündung. Nur noch ein bis zwei Tiere pro Jahr. Und er berichtet: „Nach der Besamung werden seine Kühe leichter trächtig als vorher. Auch das ist ein Zeichen dafür, dass es ihnen gut geht“.

Die Lampen brennen 16 Stunden am Tag. Acht Stunden ist es dunkel im Stall. Ein Tag–Nacht Rhythmus wie im Hochsommer. Den Kühen scheint das Fehlen des Jahreszeitenwechsels nichts auszumachen, sagt Tierarzt Peter Zieger. Im Gegenteil: „Sie mögen die tägliche Routine“.

Früher seien Kühe mehr auf der Weide gewesen und hätten dadurch viel Vitamin D in ihrer Milch gehabt, berichtet Sabine Obermeier, die die D3-Milch vertreibt. Ihre Firma verkauft die „Sonnenvitaminmilch“, 2,19 bis 4,19 Euro kostet der Liter im Verkauf.

Die Frage ist allerdings, wie viel Vitamin D3 ein Mensch mit der Nahrung überhaupt aufnehmen muss. Er kann es nämlich selbst im Körper bilden, wenn er Sonnenlicht abbekommt. Deshalb hängt es davon ab, wie viel er sich im Freien bewegt. „Wer nicht in die Sonne kommt, braucht zusätzliches Vitamin D3“, sagt Ernährungsexperte Prof. Peter Stehle von der Uni Bonn.

Uwe Weddige

Foto: Karsten Weddige

10 11, 2021

Mehr über die Kälber wissen

2021-11-10T15:40:28+00:0010. November 2021|

Welche Fehler müssen in der Kälberaufzucht unbedingt vermieden werden? Warum sieht das Futter für Kälber im Winter anders aus, wie erkenne ich kranke Kälber und welche Ursachen haben Durchfälle?

Gesunde und wüchsige Kälber als Nachzucht für eine leistungsstarke Herde, das wünscht sich jeder Milcherzeuger. Die Wirklichkeit sieht leider oft anders aus und genauso oft sind die Betreuer ratlos.

Hilfe bieten die praxisorientierten Vorträge zur Kälbergesundheit von Ainagul Ayaganova und Uwe Weddige (beide Milchprojekt) mit erprobten Lösungen zur Haltung und Fütterung von Kälbern. Ergänzt werden diese Themen durch einen Beitrag des Fachtierarztes für Rinder Asset Yergaliyev zur Umsetzung von Impfprogrammen für Kälber sowie durch Informationen zur sicheren Kälberidentifikation von Julia Wildbrant, Fa. Caisley.

Das Seminar ist sowohl für aktive Milcherzeuger wie auch für Landwirte geeignet, die planen, in die Milcherzeugung einzusteigen.

Die Veranstaltung findet im

Deutschen Agrarzentrum (DAZ/AMTK) am 17. November 2021, ab 10:00 Uhr

statt. Adresse: 021231 Gemeinde Chaglinka, Rayon Zerendy, Akmola Oblast.

Das Team des deutschen Agrarzentrums DAZ-Team bietet den Teilnehmern auch Übernachtung und Verpflegung an.

Nähere Informationen und Anmeldung bei Olessya Kobzeva (Deutsches Agrarzentrum),

Telefon +7 705 754 32 72

9 11, 2021

KFM Milchprojekt Newsletter November 2021

2021-11-09T13:13:03+00:009. November 2021|

Alle Jahre wieder …

die ersten Frosttage erinnern uns unmissverständlich an den kommenden Winter. Dabei denken wir natürlich sofort an kalte Ställe und eingefrorene Tränken, aber die Vorbereitung auf die weiße Jahreszeit ist deutlich weitreichender.

In unserem November-Newsletter beschäftigen uns daher mit Fragen der Winterfütterung für Milchkühe und Jungrinder. Außerdem erläutern wir, wie Sie Melkstand und Stall mit einfachen Maßnahmen fit für den Winter machen.

Außerdem geben wir Tipps zur Anpassung Ihre Kälberfütterung an winterliche Temperaturen und wir zeigen beispielhafte und bewährte Lösungen für Kleinklimazonen im Kälberstall. Lesen Sie auch den Gastbeitrag über Milcherzeugung in Kanada „Melken bei -30° C“.

Unkomplizierte Arbeitserledigung, komfortable Arbeitsplätze und gesunde Tiere auch im Winter – das ist der Schwerpunkt dieses Newsletters.

Klicken Sie hier.

9 11, 2021

Schlüssel Tiergesundheit

2021-11-09T09:18:51+00:009. November 2021|

Wo stehen die Pilotbetriebe in Sachen Tiergesundheit? Wie löst man Engpässe in der Euter- oder Klauengesundheit? Welche Probleme entstehen durch falsche Fütterung oder unvollständige Impfprogramme und wie lassen sich Reproduktion und Kälberaufzucht verbessern?

Ein erfahrener Rindertierarzt führt in den nächsten Monaten Interviews mit Betriebsleitern, nimmt die Haltungsbedingungen in Augenschein und untersucht Kühe, Jungtiere und Kälber. Außerdem zieht er Proben in den Betrieben. Er wertet diese aus und gibt Hilfestellungen zur Gesundung der Bestände.

Eigentlich nichts Besonderes, aber während Asset Yergaliyev als kasachischer Experte die vor-Ort-Besuche erledigt, bekommt er online-Unterstützung durch den deutschen Fachtierarzt Dr. Hubert Buer. Gemeinsam besprechen die beiden Fachleute die Anamnese in den Beständen und sie erarbeiten ebenfalls gemeinsam die Diagnosen und Empfehlungen für kurative und präventive Maßnahmen.

Nicht zuletzt geben sie dem KFM-Team wichtige Hinweise und Tipps für Trainingsmaßnahmen zum Gesundheitsmanagement in den Betrieben, denn eine Reihe von Problemen können die Landwirte selbst durch gute Beobachtung von Körpertemperatur, Bewegungsaktivität, Wiederkäuen und Trinkverhalten erkennen und lösen. Je früher Gesundheitsprobleme bekannt sind, desto schneller können die Tierhalter handeln und schwere Krankheitsverläufe reduzieren.

Diese Ergebnisse und Erfahrungen werden bei Milcherzeugern und Tierärzten auf fruchtbaren Boden fallen, denn das KFM-Projekt zeigt immer wieder, wie empathisch die Landwirte sind: sie wollen, dass es ihren Tieren gut geht.

Uwe Weddige

7 11, 2021

Führungsposition im Angebot

2021-11-07T04:15:40+00:007. November 2021|

Die kasachische Milcherzeugung wächst beständig und vielerorts entstehen moderne Stallanlagen. Dieser Trend bietet gut ausgebildeten Rinderfachleuten Chancen auf attraktive Führungspositionen: Herdenmanager!

Auf den ersten Blick sorgt ein Herdenmanager dafür, dass das genetische Leistungspotenzial der Herde ausgeschöpft und dabei das Wohlergehen und die Gesundheit der Tiere gesichert wird. Versierte und erfahrene Herdenmanager verfügen jedoch nicht nur über einen geschulten Blick für die Tiere, sondern auch für die Mitarbeiter. Sie delegieren eine Vielzahl der täglichen Aufgaben und sie sind verantwortlich für die Erstellung und Einhaltung von Arbeitsplänen.

Zu ihren Aufgaben gehören die Organisation, Durchführung, Überwachung und Kontrolle aller im Milchviehstall relevanten Tätigkeiten. In diesem Zusammenhang erheben und werten sie Daten und Kennzahlen aus, leiten entsprechende Maßnahmen ab, treffen die notwendigen Entscheidungen und übernehmen zum Teil Schlüsselaufgaben direkt am Tier.

Trotz des Einsatzes hoch entwickelter Technik ist es wichtig, dass das Basiswissen über Anatomie und Physiologie der Tiere bei der Ausbildung nicht vernachlässigt wird. Die Technik ist nur ein Werkzeug. Sie kann das geschulte Auge des Menschen und die notwendigen Entscheidungen am Tier nicht ersetzen.

Das KFM-Team unterstützt Betriebe und angehende Herdenmanager bei der Vertiefung ihres theoretischen und praktischen Wissens speziell für den Bereich der praktischen Managementaufgaben und der Mitarbeiterführung. Interessierte Bewerber sind stets willkommen. Kontakt unter adt-ayaganova@outlook.com oder +77055955264

Ainagul Ayaganova und Uwe Weddige

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