1 08, 2021

Wissenschaft trifft Wirtschaft

2021-08-01T04:05:33+01:001. August 2021|

Unter dem Motto „Wissenschaft trifft Wirtschaft“ stellt die deutsch-zentralasiatische Fachkonferenzreihe „Innovationen für Nachhaltigkeit“ gemeinsame Projektinitiativen zur nachhaltigen Entwicklung in den Themenfeldern rund um das Landmanagement in Zentralasien vor.

In der 2-tägigen Online-Veranstaltung erarbeiteten deutsche und zentralasiatische Unternehmen, Unternehmerverbände, Forschungsakteure sowie Beratungsfirmen die Potenziale der langfristigen Umsetzung von Ergebnissen aus Kooperationsvorhaben zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Die Vortragenden stellten umfangreiche Informationen vor, die beim Aufbau konkreter Geschäftsbeziehungen helfen können. Besonders beeindruckten jedoch deutsch-kasachische Forschungsvorhaben.

LOCUST-TEC beschäftigt sich mit der Einführung innovativer und umweltschonender Technologien für das Heuschrecken-Management in Kasachstan. Das Projekt zielt darauf ab, durch effektive, übertragbare Präventionsstrategien den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln zu verringern und landwirtschaftliche Ertragsverluste zu minimieren.

Im Projekt ReKKS werden innovative Lösungsansätze zum Landmanagement und dessen Anpassung an den Klimawandel in Kasachstan und Südwestsibirien als einer der weltweit wichtigsten Agrarregionen entwickelt und umgesetzt. Berücksichtigung finden hierbei Wasserversorgung, Landnutzungseffekte, organische Bodensubstanz, Nährstoffhaushalt und landtechnische Verfahren.

Optimierte Anbau- und Verarbeitungsverfahren für kasachischen Textilhanf als nachhaltige textile Alternative zu Baumwolle entwickelt das Projekt KASHEMP. Die textilen Hanffasern sollen als alternativer Rohstoff sowohl die lokale Textilindustrie in Kasachstan als auch den Exportmarkt bedienen und zugleich die Wertschöpfung vor Ort stärken.

Auch das „Milch-Projekt“ kam nicht zu kurz. Der Projektleiter Uwe Weddige berichtete über die Ziele des Projektes zur Kompetenzsteigerung in Produktion und Beratung. Neben umfangreichen Beratungsmaßnahmen und -trainings veröffentlicht das Projektteam einen monatlichen Newsletter sowie Merkblätter zu allen Bereichen der Milcherzeugung. Auch ein sogenannter „Wegweiser“ für die Milchviehhaltung wird in Kürze für Milcherzeuger und Beratungsfachkräfte zur Verfügung stehen.

Uwe Weddige

29 07, 2021

Ein Meilenstein für Service und Verkauf

2021-07-30T15:30:12+01:0029. Juli 2021|

Bei strahlendem Wetter und mit vielen Gästen eröffnete die Eurasia Group AG ihr neues Servicecenter in Kokschetau. Der Vizeminister für Landwirtschaft Aidarbek Saparov, der Akim der Region Akmola Yermek Marzhikpayev und der Akim von Kokschetau Bauyrzhan Gaisa betonten in Ihren Grußworten die enorme wirtschaftliche Bedeutung der Landwirtschaft im nördlichen Kasachstan. „John Deere ist zwar ein amerikanischer Konzern, aber ein Großteil der Traktoren und Maschinen wird im Mannheimer Werk in Deutschland produziert“, ergänzte Dr. Tilo Klinner, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland. Damit sei dieser neue Standort auch ein Zeichen für die außerordentlich guten Beziehungen zwischen Kasachstan und Deutschland.

Das beeindruckende Zentrum für Verkauf und Wartung von Landmaschinen der Firmen John Deere, JSB, Väderstad, Lindsay und Grimme wartet mit spektakulären Zahlen auf: auf dem 10 Hektar großen Grundstück befinden sich neben dem 19.000 m² großen Zolllager und dem Areal für Trade-In-Ausrüstungen (13.600 m²) ein Service-Center mit 13.500 m², eine Aggregatewerkstatt (450 m²) sowie ein Ersatzteillager (7.700 m²).

Die Besucher werden in modernen Büros und in der großzügigen Ausstellungshalle empfangen. Angeschlossen sind außerdem eine komplett ausgestattete Reparaturwerkstatt mit umfangreichen Schulungsmöglichkeiten. Nicht unerwähnt bleiben dürfen das Schulungszentrum für Digitalisierung und Automatisierung sowie das betriebseigene Testfahrtgelände.

Eurasia ist seit 23 Jahren in Kasachstan tätig, in 14 Repräsentanzen arbeiten 420 Mitarbeiter, die bisher mehr als 12.000 Traktoren, Häcksler, Mähdrescher und Erntemaschinen sowie Bodenbearbeitungsgeräte verkauft und ausgeliefert haben.

Ainagul Ayaganova, stellv. Projektleiterin KFM

21 07, 2021

Abgesagt: Feldtag in Chaglinka

2021-07-21T05:00:48+01:0021. Juli 2021|

Die Veranstalter DAZ und AMTK teilten kürzlich die Absage des bereits angekündigten Feldtages mit. Geplant war das langjährig etablierte Schaufenster in die Innovationen des Pflanzenbaus für den 29. Juli 2021.

Die Experten des DAZ haben die verschiedensten Sorten und Hybriden von Kartoffeln, Gerste, Weizen, Flachs, Sonnenblumen, Raps, Sojabohnen, Erbsen und Mais bestellt. Besonders interessant sind die Versuche zu den Auswirkungen unterschiedlicher Aussaatzeitpunkte.

Die Sorge um die Gesundheit der Teilnehmer und die zunehmenden Zahlen von COVID- Fällen haben die Verantwortlichen aber dazu bewegt, den Feldtag vorerst abzusagen. Ob diese Veranstaltung in einem anderen Format stattfinden kann, gilt es in den kommenden Tagen zu klären.

Die Entscheidung fiel allen Beteiligen schwer, aber die Sicherheit der Besucher hat in diesen ohnehin schwierigen Zeiten Vorrang.

Uwe Weddige, Projektleiter KFM

16 07, 2021

Wegweiser für Milcherzeuger online

2021-07-16T06:58:33+01:0016. Juli 2021|

Milcherzeugung ist eine komplexe Angelegenheit, Informationen darüber gibt es viele: Veröffentlichungen aus Wissenschaft und Forschung, Berichte in Fachzeitschriften, von Verbänden und der Agrarverwaltung, ergänzt durch vielfältige Informationen der Futter- und Techniklieferanten.

Kurzum, es ist in der Vielfalt mühsam, unabhängiges, aktuelles und umfassendes Praxiswissen in gut lesbarer Form zu finden. Nun stellt das KFM-Projekt mit der Veröffentlichungsreihe ‚Wegweiser Beratung“ ein wahres Kompendium der Milcherzeugung kostenlos online. Ab sofort stehen die ersten Module in deutscher und russischer Sprache zum Download zur Verfügung.

„Diese fachlichen Wegweiser soll Beratern/innen für Milcherzeugerbetriebe in gedruckter und digitaler Form behilflich sein“, berichtet der Projektleiter Uwe Weddige. Ainagul Ayaganova ist begeistert von der kompakten und verständlichen Darstellung der wesentlichen Zusammenhänge zu den jeweiligen Themen. „Die Module vermitteln Milcherzeugungsberatern/innen sowie Tierärzten/innen und auch Fachleuten in den milcherzeugenden Betrieben viele praktische Tipps und handwerkliches Know-how“, ist sich die stellvertretende Projektleiterin sicher.

„Wir beginnen mit 5 Modulen, in den kommenden Wochen und Monaten stellen wir in unregelmäßiger Reihenfolge weitere online“, erläutert Ekkehard Schröder von ADT in Bonn die Vorgehensweise, „insgesamt ist geplant, 23 Module bis Mitte 2022 zu veröffentlichen.“

Das KFM-Projekt gibt seit mehr als einem Jahr einen monatlichen Newsletter zu jahreszeitlich aktuellen Themen heraus. Mehr als 400 Abonnenten nutzen und loben die monatliche Ausgabe bzw. den Download auch zu späterer Zeit.

8 07, 2021

Ausgewogene Futterrationen steigern die Milchleistung

2021-07-08T08:45:27+01:008. Juli 2021|

Nur mit wiederkäuergerechten Rationen lassen sich hohe Lebensleistungen erreichen. Bei Störungen kommt es immer wieder zu Pansenazidosen oder Ketosen. Diese sind häufig Wegbereiter für weitere Erkrankungen wie Klauenrehe und Fruchtbarkeitsprobleme.

Abduvosit Fayzulloev erläuterte während einer einwöchigen Rundreise zu mehreren Pilotbetrieben in den Regionen Akmola und Nord-Kasachstan wie gute Futtermischungen aussehen. Dazu überprüfte er diese gemeinsam mit Ainagul Ayaganova. Er verwendete dafür eine Schüttelbox, die mit ihren Sieben die Futterration in verschiedenen Partikellängen aufteilt.

„In vielen Silagen findet man deutlich zu große Partikellängen im Futter. Diese entstehen, wenn der Häcksler nicht richtig eingestellt ist“, so der international tätige Experte. Dies würde die Verdichtung der Silage behindern und führe damit oft zu mangelhaften Gärqualitäten. Außerdem begrenze das extrem grobe Material die Futteraufnahme der Kühe. Eine weitere Herausforderung sei das richtige Aufschließen der Mais- und Getreidekörner, erläuterte er außerdem. Alle Körner sollten komplett zerschlagen sein, damit die Kuh den vollen Stärkegehalt nutzen kann. In welchem Umfang die nicht aufgeschlossenen Maiskörner ungenutzt in der Güllegrube landen, demonstrierte der Experte mit Hilfe eines Kotsiebes.

„Ohne Mineralfutter geht es nicht“, erläuterte Abduvosit Fayzulloev. Weiter betonte er: „Salzlecksteine sind nicht geeignet, den Mineralbedarf einer Kuh zu decken. Besonders hinsichtlich der Calzium- und Phosphorversorgung sind in fast allen Betrieben große Defizite vorhanden.“

Das bestätigt auch Ainagul Ayaganova, die die Rationen gleich vor Ort mit dem PC-Programm HYBRIMIN® nachrechnete und optimierte. „Oft fehlen aber auch Protein- und Stärketräger, um ausgewogene Rationen zu erstellen,“ berichtet die stellvertretende Projektleiterin. Und sie ergänzt: „Für eine gesunde Herde mit guten Leistungen muss alles passen: gut siliertes Grundfutter mit passender Häcksellänge sollte immer durch Getreide und Soja- oder Rapsextraktionsschrot sowie Mineralfutter ergänzt werden.“

Uwe Weddige

2 07, 2021

Nur gesunde Kälber werden fitte Kühe

2021-07-02T04:56:08+01:002. Juli 2021|

Für die „Kälbertage“ des Deutschen Agrarzentrums (DAZ) in Chaglinka hatten Ainagul Ayaganova und Uwe Weddige (KFM Projekt) gemeinsam mit der Direktorin des DAZ Olessya Kobzeva ein breites Themenfeld für die Teilnehmenden vorbereitet.

Ein gesunder Start ins Leben ist für Kälber die Grundlage, zu fitten, gesunden und leistungsstarken Kühen heranzuwachsen. Uwe Weddige ließ keinen Zweifel an dieser These und zeigte die Zusammenhänge von Aufzuchtleistung und der späteren Milchleistung der Kuh auf.

Bereits in der vorhergehenden Laktation wird der Grundstein für die Abkalbung gelegt. Ist die Kuh zu fett oder zu mager? Wie laufen Trockensteh- und Transitphase? Wurden alle Vorkehrungen für die Abkalbung getroffen? Ist die Abkalbebox geräumig, sauber und gut eingestreut? Wer ist für die regelmäßige Tierkontrolle zuständig? Welche Maßnahmen sind nach der Geburt zwingend notwendig? Die beiden KFM-Experten erläuterten einen ganzen Maßnahmenkatalog und ließen dazu keine Fragen offen.

„Ohne Kolostrum geht es nicht“, betonte Ainagul Ayaganova und erklärte auch den Umgang damit. Zudem beschrieb sie die Vor- und Nachteile der zur Verfügung stehenden Tränkesysteme mit Vollmilch, Milchaustauscher und angesäuerter Milch. Egal welches Verfahren gewählt wird, alle Kälber müssen frühzeitig mit Wasser, Müsli und Heu zugefüttert werden. Besonders die Versorgung mit Müsli oder anderen Mischungen führt häufig nicht zum gewünschten Erfolg. Eine Lösung kann eine trockene, über Wochen lagerfähige „Kälber-TMR“ sein. Uwe Weddige gab zahlreiche praktische Tipps zur Verwendung und Herstellung solcher Mischungen sowie zu den notwendigen Komponenten.

Viele Denkanstöße gab der Projektleiter auch zur Haltung der Kälber selbst. Egal ob Fragestellungen zu Iglus oder Boxen, zur Reinigung von Tränkeeimern oder zu Haltungsverfahren für ältere Kälber, Ainagul Ayaganova und Uwe Weddige erläuterten zahlreiche umsetzbare und erprobte Lösungen für eine erfolgreiche Kälberaufzucht.

Uwe Weddige

28 06, 2021

Moderne Milchvieh- und Kälberställe im Focus

2021-06-28T05:11:48+01:0028. Juni 2021|

Bauliche Fragen standen im Focus des KFM-Webinars mit Christiane Brandes und Sibylle Möcklinghoff-Wicke. Die beiden deutschen Expertinnen erläuterten auf eindrucksvolle Weise vor über 30 Teilnehmenden aktuelle Trends beim Bau von Milchviehställen.

Bevor ein Bauvorhaben in die Umsetzungsphase kommt, sind viele Aspekte zu betrachten und Vorbereitungen zu treffen. Sibylle Möcklinghoff-Wicke ging auf die Notwendigkeit und Entwicklung eines Masterplans als Grundlage jeder größeren baulichen Investition ein und riet dazu, schon vor Erstellung des Businessplans eine individuelle Machbarkeitsstudie anzufertigen.

„Heiße Sommer und kalte Winter“, unter dieser Überschrift betrachtete Christiane Brandes das „ABC des Kuhkomforts“. Die drei Buchstaben berücksichtigen die bedeutendsten Haltungsbereiche des Milchviehs, sie stehen für: A = Air (Luft), B = Bunk (Futtertisch) und C = Cow Comfort (Kuhkomfort).

Kühe mögen Bedingungen im Stall, die denen auf der Weide ähneln: Weich, trocken und gut belüftet. Je weicher die Liegefläche, desto länger liegt die Kuh. Außerdem soll das Futter stets vorhanden und gut erreichbar sein und an frischer Luft darf es nie mangeln. Der moderne Milchvieh-Stallbau orientiert sich an diesen natürlichen Bedürfnissen und Verhaltensmustern. Nur so fühlen sich Kühe und Jungtiere in allen Leistungsabschnitten wohl und erbringen hohe Leistungen.

Vor den Mitarbeitern der Agrarian Credit Corperation und den kasachischen Milcherzeugungsberatern betonte die Expertin, die den Begriff “Kuhkomfort“ in Europa bekannt gemacht hat: „Stallbau der Zukunft bedeutet eine stressarme Umwelt mit maximalem Kuhkomfort und gleichzeitig der Möglichkeit einer arbeitswirtschaftlich effizienten Bewirtschaftung der Herde“. Vor einigen Jahren war dieses Know-How noch neu, heute steckt es in jedem milchwirtschaftlichen Bauprojekt.

22 06, 2021

Milchprojekt gibt wichtige Impulse

2021-06-22T06:39:16+01:0022. Juni 2021|

Das kasachisch-deutsche Milchprojekt berät im nördlichen Kasachstan 16 Milcherzeuger und unterstützt die Weiterbildung kasachischer Beratungskräfte. Im Rahmen einer Projektsteuerungssitzung berichteten Uwe Weddige und Ainagul Ayaganova kürzlich über Aktivitäten und Fortschritte des Projektes.

Monatlich informiert das Projektteam zu aktuellen fachlichen Themen der Milcherzeugung. Zahlreiche Merk- und Rechenblätter sowie Checklisten, die im Downloadbereich kostenfrei zur Verfügung stehen, ergänzen den vielfältigen Newsletter. In Kürze wird das Projekt auch einen umfangreichen „Wegweiser“ für Milchproduzenten online stellen. „Keine andere Webseite bietet Milcherzeugern so viele und so wertvolle Informationen an, wie dieses Projekt“, stellt Yerkebulan Akhmetov, fest. „Diese Unterlagen verwende ich gerne und regelmäßig in meiner täglichen Arbeit“, ergänzt der Leiter des Departements für Tierproduktion und Verarbeitung tierischer Erzeugnisse im kasachischen Landwirtschaftsministerium.

Die Milcherzeugungsberater des KazNIIZhiK (Kasachisches Forschungsinstituts für Tierhaltung und Futterproduktion) und des Milchrinderverbandes profitieren durch das Sammeln praktischer Kenntnisse ebenfalls vom Projekt. „Die Identifizierung von Engpässen und die Entwicklung von wirtschaftlichen Lösungen trainieren wir mit den betrieblichen Fachleuten genauso wie mit den Milcherzeugungsberatern“ erläutert Uwe Weddige, Leiter des Projektteams. Weiter führt er aus: „Milcherzeugung ist ein komplexes Thema: Landwirte erwarten von ihren Beratern ein breites Wissen und qualifizierte Unterstützung“.

In den kommenden Wochen führt das Projektteam gemeinsam mit internationalen Experten zahlreiche Trainings zu Fütterungsthemen, zur Klauenpflege und zur Tier- und Eutergesundheit durch. Daran nehmen Pilotbetriebe und Milcherzeugungsberater teil, aber auch Mitarbeiter anderer Milchviehbetriebe sind stets willkommen.

Neben den fachlichen Themen unterstützt das Projekt die Agrarian Credit Corperation (ACC) beim Erwerb neuer Kompetenzen für die Zusammenarbeit mit milcherzeugenden Betrieben. Besonders die Auswertungen von Businessplänen stehen im Focus des Wissenstransfers.

Ganz besonders setzen sich die Projektverantwortlichen für die Erweiterung der kasachischen Milcherzeugungsberatung und für die Erbringung verlässlicher Laboranalysen von Futter und Milch ein. Ziel des zunächst dreijährigen Vorhabens ist es, dass die vermittelten Methoden und Kenntnisse einen festen Platz in den Köpfen der Milcherzeuger und deren Beschäftigten finden.

Uwe Weddige

12 05, 2021

Kundenzufriedenheit im Laborwesen

2021-05-12T06:32:30+01:0012. Mai 2021|

Daten sind das Gold der Zukunft, auch für die Milcherzeugung. Daher bekommt die Labordiagnostik einen immer höheren Stellenwert in der täglichen Betriebsführung. Egal ob es um den Pflanzenbau geht oder um die Milcherzeugung, für gezielte Milch-, Futter-, Boden- und Veterinäruntersuchungen geht es nicht ohne qualifizierte Labore. Ihre Ergebnisse helfen, sichere Diagnosen zu erstellen oder zu bestätigen.

Der gesamte Mai-Newsletter beschäftigt sich ausführlich mit dieser spannenden und zukunftsweisenden Thematik und enthält umfangreiche Hinweise, wie milcherzeugende Betriebe die Labordiagnostik für Erlangung entscheidungsrelevanter Daten und zur Qualitätssicherung nutzen sollten.

Für den praktischen Umgang mit den Laboren stellen wir weitere Merkblätter zur Entnahme von Boden- und Futterproben sowie Übersichten mit den Adressen, Ansprechpersonen und Leistungsmerkmalen der Labore im Projektgebiet zur Verfügung.

Um die Wünsche und Vorstellungen zu einer optimalen Versorgung mit Labordienstleistungen noch besser kennenzulernen, haben wir einen Fragebogen zusammengestellt und wir bitten unsere Leser diesen auszufüllen.

Die aktive Beteiligung ist uns etwas wert: wir verlosen unter den Einsendern Labor-Analysen von insgesamt drei Futter- und drei Bodenproben.

15 02, 2021

„Der große Sprung? – Die kasachische Milcherzeugung im Wandel“

2021-02-16T04:03:44+00:0015. Februar 2021|

Gemeinsam mit hochrangigen Vertretern des kasachischen Landwirtschaftsministeriums beleuchtete das Team des Deutsch-Kasachischen Projektes „Steigerung betrieblicher Fachkompetenzen zur nachhaltigen Entwicklung der Milchproduktion in Kasachstan“ die Herausforderungen und Chancen sowie die Veränderungsprozesse der kasachischen Milchwirtschaft. Die Veranstaltung fand im Rahmen der EuroTier digital in der Zusammenarbeit mit den DLG-Länderarbeitskreis Osteuropa statt.

„Es geht voran“ betonte der Direktor der Abteilung für Produktion und Verarbeitung tierischer Produkte des Landwirtschaftsministeriums in Kasachstan. Yerkebulan Akhmetov berichtet von der großen Differenz zwischen der Nachfrage nach Milchprodukten in Kasachstan und der viel zu geringen Milcherzeugung. Zur Deckung des Bedarfs importiert Kasachstan jährlich mehr als 300.000 t Milch. Neben wesentlichen Erleichterungen im Baugenehmigungsverfahren erhöhte das Land kürzlich die Fördersätze für Investitionen im Bereich der Milcherzeugung maßgeblich. Erste Erfolge seien sichtbar, die Anzahl neuer Milchviehanlagen nehme mit wachsender Geschwindigkeit zu. Aber es mangele in den Betrieben und auch in der Fachberatung vielerorts an ausreichenden Kenntnissen für eine nachhaltige Milcherzeugung, so der Fachmann aus dem Ministerium.

Ainagul Ayaganova und Dr. Adil Rakhimov, beide Mitarbeiter des deutsch-kasachischen „Milchprojektes“ berichteten zur Situation im nördlichen Kasachstan über Engpässe, Ressourcen und Wege zur Steigerung der Milcherzeugung. Sie machten deutlich, wie wichtig die Milchwirtschaft für die Entwicklung des ländlichen Raums ist. „Erfolgreiche Betrieben sorgen für eine gute Infrastruktur und steigern die Wertschöpfung und Lebensqualität in den Dörfern“, so Ainagul Ayaganova in ihrem Statement. Voraussetzung dieses Erfolgs sei aber ein umfangreiches Wissen zur Futter- und Milchproduktion. Dazu wären praxisorientierte Lehr- und Versuchszentren eine gute Ausgangsbasis, ergänzte Dr. Adil Rakhimov. Der Experte für Tierzucht machte außerdem deutlich: „Nur wenn es gelingt, dieses Wissen zu verbreiten und zu festigen, lassen sich hochwertige Milchprodukte bei sichtbarem Tierwohl wirtschaftlich erzeugen“.

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