10 02, 2021

Eine einzige Milchprobe reicht!

2021-02-10T10:43:40+00:0010. Februar 2021|

Das neue Analyseverfahren GenoCell kann künftig anhand einer einzigen Tankmilchprobe über den DNA-Gehalt in der Milch alle individuellen Zellzahl-Gehalte von Einzelkühen in einer Herde bestimmen. Diese Methode wird in Deutschland noch in diesem Jahr angeboten.

Anders als bei den üblichen Verfahren, fällt bei GenoCell die Probenahme an den einzelnen Kühen weg. Es wird lediglich eine Milchprobe aus dem gut gerührten Milchtank entnommen. Da in den somatischen Zellen der Milch die DNA der Kuh vorhanden ist, befindet sich in der Tankmilch die DNA von allen Kühen, die an diesem Tag gemolken wurden.

Voraussetzung ist jedoch, dass die DNA aller einzelnen Kühe in einer Herde am Tag der Probenahme bekannt ist. Falls die genetischen Daten der Kühe nicht vorliegen, können diese per Blutuntersuchung erfasst werden.

Aber auch ohne Milchmengenmessung kann die Tankmilchprobe Hinweise auf Einzelkühe mit sehr hohen Zellgehalten geben, denn die Analyse kann ermitteln, welche DNA am häufigsten identifiziert wurde. Damit zeigen die Ergebnisse die Kühe, die für den ermittelten Zellgehalt verantwortlich sind, also die Kühe mit den höchsten Zellgehalten am Tag der Probenahme. Die Kühe mit den höchsten Zellzahlen werden in den Prüfberichten dann nach Höhe ihrer Zellzahlen absteigend aufgelistet.

Besonders für Herdensanierungen kann diese Methode hilfreich sein, da nur eine einzelne Tankmilchprobe anstatt vieler Einzelproben zu untersuchen ist.

Quelle: LKV GenoCell GmbH

Foto: KFM

3 02, 2021

Konferenz „Der große Sprung? – Die kasachische Milcherzeugung im Wandel“

2021-02-03T07:45:43+00:003. Februar 2021|

Einladung zur Konferenz

„Der große Sprung? – Die kasachische Milcherzeugung im Wandel“,

11.02.2021, 9:00 – 10:30 (MEWZ) / 14.30 – 15.20 (Almaty)

Milchproduktion in Kasachstan: Status quo und Perspektiven.

Referent: Yerkebulan Akhmetov

Modernisierung und Aufbau der Milchproduktion in Kasachstan: Welche Lösungen sind gefragt?

Referenten: Ainagul Ayaganova und Dr. Adil Rakhimov

 

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Sehr geehrte Damen und Herren,

Nutzen Sie die Gelegenheit, einen Blick auf die Zukunft der Viehwirtschaft zu werfen und Innovationen aus der ganzen Welt zu entdecken, die erstmals online auf EuroTier Digital präsentiert werden!

 

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Wir freuen uns sehr über Ihre Teilnahme! Begleiten Sie uns!

9 11, 2020

Gesunde Klauen – fitte Kühe

2020-11-09T05:38:32+00:009. November 2020|

Gesunde Klauen sind bei Milchkühen die Voraussetzung für Wohlbefinden, hohe Milchleistung und langes Leben. Aber ohne regelmäßige Pflege geht es nicht!

In Evgenievka trafen sich Fachleute milcherzeugender Betriebe mit Experten zur Klauengesundheit zum Praxistraining „Funktionelle Klauenpflege bei Milchrindern“. Der dortige Betrieb KH „Sergey“ ist einer von vier Pilotbetrieben des KFM-Projektes in der Region Pavlodar.

Den theoretischen Teil des Seminars führte der Direktor des Wissenschaftlichen Forschungsinstituts „Agro-Innovation und Biotechnologie“ der Universität Toraigyrov, Herrn Kairola Akhazhanov durch, während sein Assistent Azat Sadykaliev die Leitung der praktischen Übungen inne hatte. Weiterführende veterinärmedizinische Fragen beantwortete der Tierarzt Dr. Baurzhan Kurmanov.

Wir danken der Landwirtschaftsverwaltung der Region Pavlodar für die Unterstützung des KFM-Projektes. Unser besonderer Dank gilt dem Leiter der Farm „Sergey“, Herrn Viktor Ryambov für sein großes Interesse an der Teilnahme am Projekt und für die Bereitstellung dieser ausgezeichneten Trainingsgelegenheit für das Seminar.

Ich möchte auf das enorme Interesse und die aktive Beteiligung der Spezialisten dieser Farm hinweisen, nämlich des Managers Mars Zhumageldinov, der Tierärzte Tansulu Aitzhanova und Yerzhan Malik sowie von Vladimir Bochkarev, der bereits 2017 von dem deutschen Experten Holger Plovka geschult wurde. Er verfügt über hervorragende praktische Kenntnisse und zeigte größtes Interesse an neuen Erkenntnissen im Bereich der Klauenpflege.

An der Veranstaltung nahmen auch die Dozenten des High Innovative Agrarian College „Ertis“, Herr Askar Tleulenov und Frau Gulnar Musaeva, teil. Diese Bildungseinrichtung ist dafür bekannt, gute Fachkräfte für die Landwirtschaft auszubilden, darunter Viehzüchter und Tierärzte, von denen viele in Unternehmen der Region arbeiten.

Mit dem Seminar konnten wichtige Kenntnisse im Bereich Milcherzeugung und Tiergesundheit an landwirtschaftliche Fachkräfte vermittelt werden.

Dr. Adil Rakhimov

23 09, 2020

COVID19: Rinder wohl keine Infektionsquelle für Menschen

2020-09-23T08:34:31+01:0023. September 2020|

Rinder sind genauso wie Hühner und Schweine nur wenig empfänglich für das Coronavirus. Das hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems in einer weltweit ersten Studie herausgefunden. In der Corona-Pandemie untersucht das FLI die potentielle Rolle von verschiedenen Nutztieren. In dieser Untersuchung haben die Wissenschaftler sechs Rinder über die Nasenschleimhäute mit dem Coronavirus infiziert.

Das FLI hatte bereits zuvor Studien mit Schweinen, Hühnern und Meerschweinchen durchgeführt und konnte keine Virusvermehrung nachweisen. Bei den Rindern hingegen wurde bei zwei der sechs Tiere eine geringe Virusvermehrung nachgewiesen. Zusätzlich bildeten die infizierten Tiere Antikörper gegen das Virus. Die restlichen vier Tiere sowie drei Kontakttiere infizierten sich hingegen nicht. Laut FLI weisen die Ergebnisse darauf hin, dass Rinder nur wenig empfänglich für SARS-CoV-2 sind und das Virus nicht weitergeben. Weder spielen sie bis jetzt eine relevante Rolle bei der Verbreitung, noch stellen die Tiere eine Infektionsquelle für Menschen dar. Bis jetzt gibt es weltweit noch keinen bestätigten Fall von SARS-CoV-2 beim Rind.

Am FLI wird derzeit auch ein möglicher Impfstoff gegen das Coronavirus getestet. Tests mit Frettchen sollen zeigen, ob mit dem Impfstoff eine langfristige Immunität erreicht werden kann.

17 09, 2020

Wir sind umgezogen!

2020-09-17T09:26:52+01:0017. September 2020|

Liebe Freunde und Kollegen!

Im Zusammenhang mit der Reorganisation unseres Partners NIZZhiv (Forschungs- und Innovationszentrum für Tierhaltung) zogen wir mit unserem Büro ins Business Zentrum „7. Kontinent“ in Kenessary Straße 40 um. Unsere neuen Räume befinden sich jetzt im gleichen Gebäude wie der Republikanische Verband für Milch- und Zweinutzungsrinder und TOO „KazNII  Zhik“ (Kasachisches Forschungsinstitut für Tierhaltung und Futterproduktion). Wir freuen uns über diese professionelle Nachbarschaft und hoffen auf eine weiterhin erfolgreiche Arbeit im neuen Büro.

7 07, 2020

Newsletter findet großen Anklang

2020-07-07T07:05:35+01:007. Juli 2020|

Gleich bei der ersten Ausgabe am 09. Juni haben sich fast 100 Leser registriert. Nun ist der neue Newsletter fertig, kürzlich konnten wir ihn exklusiv an die Abonnenten versendet.

Dem Team hat es wieder großen Spaß gemacht, viele Informationen und Fotos zu filtern, aufzubereiten und daraus gute Beiträge mit wertvollen Hinweisen für unsere Leser zu machen.

In der Juli-Ausgabe geben wir viele Hinweise zur Ernte und Konservierung des Winterfutters und wir beschäftigen uns mit der Frage, wie Ihre Kühe auch bei höheren Temperaturen große Futtermengen aufnehmen und damit ihre Fitness bewahren können. Gesunde Kühe sind die Grundlage für eine ertragreiche Milcherzeugung. Daher erläutern wir, wie Landwirte den alljährlichen sommerlichen Problemen mit der Eutergesundheit begegnen. Außerdem berichten wir über ein attraktives Förderprogramm zum Brunnenbau für Weidetierhalter.

Der KFM-Newsletter erscheint immer zu Beginn der ersten Woche des Monats. Wer noch nicht registriert ist und die kommenden Ausgaben erhalten möchte, sollte sich hier schnell anmelden.

18 06, 2020

Auswahl der Pilotbetriebe weit vorangeschritten

2020-06-18T04:53:55+01:0018. Juni 2020|

Die Bereisung zur Auswahl der Pilotbetriebe kommt gut voran. Weit mehr als die Hälfte der knapp vierzig Kandidaten wurde bereits besucht.

Das Team um Uwe Weddige ist in den Regionen Akmola, Kostanay, Nordkasachstan und Pawlodar unterwegs, um mit interessierten Betriebsleitern und Herdenmanagern über deren Vorhaben und Ziele zu sprechen. Diese Ergebnisse bilden die Grundlage für die Auswahl der Pilotbetriebe durch die ständige Arbeitsgruppe des Projektes, bestehend aus dem kasachischen Landwirtschaftsministerium, dem Wissenschaftlichen und Innovativen Viehzuchtzentrum (NIC ZHIV), dem Milchrinderverband, dem Projektteam sowie dem Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung.

Internationale und kasachische Experten werden die ausgewählten 15 Milcherzeuger in den nächsten Jahren bei Wachstumsinvestitionen und bei der Optimierung ihrer Produktionsprozesse sowie bei der Qualifizierung der Fach- und Führungskräfte intensiv beraten.

„Wir geben uns nicht mit einzelnen Aspekten zufrieden, wir durchleuchten die Betriebe in jeder Hinsicht, angefangen beim Futterbau über den Kuhkomfort bis hin zur Milchvermarktung. Unterstützend setzen wir dabei auf moderne Analysemethoden für Boden, Wasser, Futter, Milch und Veterinärdiagnostik“, erläutert Ainagul Ayaganova, außerdem veröffentlicht das Team zur Jahreszeit passende Newsletter und Broschüren, ergänzt die stellvertretende Projektleiterin.

Mit Ende der COVID-19-bedingten Beschränkungen sollen außerdem umfangreiche Trainings und Übungen zum gesamten Themenspektrum der Milcherzeugung stattfinden. Erste Themen werden Eutergesundheit sowie euterschonendes und hygienisches Melken sein.

Ainagul Ayaganova, Tel: +7 705 595 52 64

Foto: KFM

16 04, 2020

Interview mit der Direktorin des Deutschen Agrarzentrums Frau Olesya Kobzeva

2020-04-16T07:23:55+01:0016. April 2020|

Das Deutsche Agrarzentrum (DAZ) ist aus einem Kooperationsprojekt zwischen dem deutschen und dem kasachischen Landwirtschaftsministerium entstanden.

Träger des DAZ ist die „Assoziation zur nachhaltigen Entwicklung moderner landwirtschaftlicher Methoden und Technologien in Kasachstan (AMTK)“. Die Gründungsmitglieder dieser Assoziation sind die deutschen Firmen Eurasia Group und Rapool. Inzwischen traten die Firmen Agralis, CT AGRO, Kuhn, HORSCH, Masterrind, BVN, CLAAS, JCB, Trimble, VitaProfi, Caisley, Viamin, CASE IH und VDMA Landtechnik bei.

Basierend auf dem erfolgreichen Angebot der DEULA-Bildungszentren bietet das DAZ umfangreich Bildungs- und Schulungsprogramme für Manager und Spezialisten in der Landwirtschaft an. Dank der ständigen Weiterentwicklung bieten sie die Möglichkeit, die neuesten Produktionsmethoden im Detail zu verstehen und die Bediener darin zu schulen, fortschrittliche Technologien kompetent einzusetzen. Sehen Sie sich das Interview mit der Direktorin des Deutschen Agrarzentrums – Olesya Kobzeva – an.

Zum Video hier klicken!

26 03, 2020

Besuche bei künftigen Pilot-Milchviehbetrieben

2020-03-26T12:16:35+00:0026. März 2020|

15 Milchviehhalter in den Regionen Akmola, Kostanay, Nordkasachstan und Pawlodar bekommen die Chance, an der Intensivberatung des Projektes teilzunehmen. Mit fast 100 Betriebsleitern haben Ainagul Ayaganova und Adil Rakhimov ein Interview geführt. Mit Hilfe eines langen Fragenkataloges wurden 40 besonders interessierte Landwirte gefunden. Im nächsten Schritt werden die beiden kasachischen Experten zusammen mit Uwe Weddige diese Betriebe besichtigen und mit den Betriebsleitern über deren Ziele, Strategien, Chancen und Engpässe sprechen. Gemeinsam mit allen Projektpartnern erfolgt im Anschluss der Bereisung die eigentliche Auswahl der Pilotbetriebe. Umfangreiche Datenerhebungen und Dokumentationen sowie transparente Kriterien bilden dafür die Grundlage.

Die Pilotbetriebe erhalten in den kommenden Jahren umfangreiche individuelle Beratungsleistungen durch internationale und kasachische Experten. Den Kern bilden Beratungen zur erfolgreichen Umsetzung von Wachstumsinvestitionen, zur Optimierung der Produktionsprozesse und zur Qualifizierung der Fach- und Führungskräfte. „Wir erstellen für alle Betriebe jährliche Schwachstellenanalysen und bieten eine Vielzahl von Beratungsleistungen zu Bau- und Technik, Fütterung und Haltung, Tiergesundheit und Tierkomfort sowie zu vielen weiteren Themen an“, erläuterte Uwe Weddige. Außerdem plant das Beraterteam regelmäßige, zur Jahreszeit passende Newsletter und Broschüren zu veröffentlichen, umfangreiche Trainings und Seminare würden das Angebot komplettieren, ergänzte der 61 jährige Teamleiter.

Von den Pilotbetrieben werden Investitionsbereitschaft und Offenheit für Veränderungen erwartet. Besonders wichtig ist die Bereitschaft, biologische und wirtschaftliche Daten konsequent zu erfassen und zur systematischen Auswertung fortlaufend zur Verfügung zu stellen. Transparenz gegenüber dem Projektteam und Kooperationsbereitschaft bei Projektaktivitäten auf dem Betrieb werden genauso vertraglich vereinbart, wie die Bereitschaft zur langfristigen Zusammenarbeit mit dem Projektteam.

Grafik Google-Maps: KFM

 

20 03, 2020

CORONA – Biosicherheit in der Landwirtschaft

2020-03-26T07:48:36+00:0020. März 2020|

Eine weitere Ausbreitung des Corona-Virus in Kasachstan muss unbedingt verhindert werden. Auch das Team des „Milchprojektes“ möchte dazu beitragen. Deswegen arbeiten ab sofort alle Kollegen von ihrem Homeoffice aus. Sie erreichen uns aber in gewohnter Form per Mail und Telefon. Außerdem haben wir uns entschlossen, die geplanten Betriebsbesuche zur Auswahl der Pilotbetriebe bis auf Weiteres zu verschieben.

DasCorona-Viruswird uns wohl noch eine Weile beschäftigen. Deutsche Experten halten es für wahrscheinlich, dass sich 60 bis 70 % der Menschen infizieren können. Die meisten von ihnen würden nur leichte Erkältungssymptome oder gar keine Symptome aufweisen.

Tierhaltungsbetriebe sollten frühzeitig klären, wie sie die Versorgung ihrer Tiere sicherstellen, wenn Mitarbeiter ausfallen. Es gibt es bisher keine Hinweise darauf, dass sich Nutztiere mit SARS-CoV-2 infizieren können.

Alle Experten weisen jedoch darauf hin, dass die Isolierung der Menschen untereinander an erster Stelle steht, auch bei Verdachtsfällen und Kontaktpersonen. Alle Betriebe sollten für den Fall von Infektionen entsprechende organisatorische Vorkehrungen treffen und Notfallpläne erstellen. Alle Mitarbeiter sollten auch ihre privaten Kontakte einschränken.

Bei Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln sind im Stall oder im Melkstand keine gesonderten Desinfektionsmaßnahmen zum Schutz vor dem Corona-Virus erforderlich.

Das Corona-Virus überträgt sich hauptsächlich über Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch,  die Schleimhäute der Atemwege. Auch eine indirekte Übertragung über die Hände, die mit der Mund- oder Nasenschleimhaut sowie mit der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden, ist möglich.

Gründliches Händewaschen hat daher oberste Priorität.

Grafik: top agrar

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