Eine weitere Ausbreitung des Corona-Virus in Kasachstan muss unbedingt verhindert werden. Auch das Team des „Milchprojektes“ möchte dazu beitragen. Deswegen arbeiten ab sofort alle Kollegen von ihrem Homeoffice aus. Sie erreichen uns aber in gewohnter Form per Mail und Telefon. Außerdem haben wir uns entschlossen, die geplanten Betriebsbesuche zur Auswahl der Pilotbetriebe bis auf Weiteres zu verschieben.

DasCorona-Viruswird uns wohl noch eine Weile beschäftigen. Deutsche Experten halten es für wahrscheinlich, dass sich 60 bis 70 % der Menschen infizieren können. Die meisten von ihnen würden nur leichte Erkältungssymptome oder gar keine Symptome aufweisen.

Tierhaltungsbetriebe sollten frühzeitig klären, wie sie die Versorgung ihrer Tiere sicherstellen, wenn Mitarbeiter ausfallen. Es gibt es bisher keine Hinweise darauf, dass sich Nutztiere mit SARS-CoV-2 infizieren können.

Alle Experten weisen jedoch darauf hin, dass die Isolierung der Menschen untereinander an erster Stelle steht, auch bei Verdachtsfällen und Kontaktpersonen. Alle Betriebe sollten für den Fall von Infektionen entsprechende organisatorische Vorkehrungen treffen und Notfallpläne erstellen. Alle Mitarbeiter sollten auch ihre privaten Kontakte einschränken.

Bei Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln sind im Stall oder im Melkstand keine gesonderten Desinfektionsmaßnahmen zum Schutz vor dem Corona-Virus erforderlich.

Das Corona-Virus überträgt sich hauptsächlich über Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch,  die Schleimhäute der Atemwege. Auch eine indirekte Übertragung über die Hände, die mit der Mund- oder Nasenschleimhaut sowie mit der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden, ist möglich.

Gründliches Händewaschen hat daher oberste Priorität.

Grafik: top agrar