About Uwe Weddige

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8 01, 2026

Milchaustauscher wiegen, nicht messen

2026-01-08T11:37:07+00:008. Januar 2026|

Milchaustauscher (MAT) sollte eine Vollmilch möglichst gut ersetzen. Dafür muss die Pulvermenge passen. Wer nach Volumen statt nach Gewicht dosiert, liegt oft falsch.
Mit hochwertigem MAT mit 50 % Magermilchanteil lässt sich eine immer gleiche Konzentration der Inhaltsstoffe sicherstellen. Voraussetzung ist aber korrektes Anmischen.
Die Beratungspraxis zeigt, dass viele Betriebe mit hohen Abweichungen Probleme mit Frühdurchfall haben. Anders als vermutet, belasten und übersäuern hohe Konzentrationen an Fett, Eiweiß und Zucker die Verdauung der Kälber. Bei anschließendem Durchfall fehlt ihnen schnell ausreichend Flüssigkeit. Wichtig ist es daher, auf die Herstellerangaben zu achten.
Nur die Kontrolle der fertigen Mischung mit einem Refraktometer gibt Sicherheit. Mit Hilfe der Brix-Werte und einer Tabelle lässt sich die Trockenmasse (TM) ableiten. Nach unseren Erfahrungen entspricht ein Brixwert von 10,3 einer MAT-Konzentration von 120g/l, während 12,9 Brix 140 g/l entsprechen und 14,7 auf 160 g/l hinweisen.
Erfolgreiche Landwirte wiegen den MAT immer ab: Wenn man Pulver oben aus dem Sack nimmt, ist der Messbecher im Vergleich zu Pulver, das sich ganz unten im Sack befindet, deutlich leichter. Außerdem hängt für das Umrechnen der jeweils nötigen Wasser- und MAT-Menge eine Anmischtabelle neben der Waage.
Uwe Weddige                                                                                                                                                                                                                                                                                    Foto © KFM

6 01, 2026

2026 – was möchten Sie erreichen?

2026-01-06T06:08:26+00:006. Januar 2026|

Zum Jahresbeginn geht es beruflich immer etwas ruhiger zu und die Vorbereitungen für die Projektarbeit 2026 sind weitgehend abgeschlossen.

Gerne nutze ich die ersten Tage des neuen Jahres für Überlegungen, was ich in den folgenden Monaten erreichen möchte. Wie ist das bei Ihnen? Welche Ziele haben Sie sich gemeinsam mit Ihrem Team für 2026 vorgenommen? Was möchten Sie unternehmen? Was wollen Sie dazulernen?

Besprechen Sie die betrieblichen Ziele vorab im Team und legen sie diese gemeinsam fest:

  1. Ziele schriftlich fixieren,
  2. Datum der Zielerreichung definieren,
  3. dabei Etappenziele setzen,
  4. zur Motivation gut sichtbar aufhängen!
  5. Niemals mehr als 3 große Ziele benennen!

In vielen Betrieben kommen Ziele wie die Anschaffungen eines neuen Brunstbeobachtungssystems, die Durchführung eines Melktrainings oder auch die Einführung eines planmäßigen Fresh-Cow-Managements in Frage. Vergessen Sie dabei auch nicht die „soft skills“ wie Erholung, Weiterbildung und Teambuilding!

Sobald Sie eines Ihrer Ziele erreicht haben, können Sie dies gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern feiern. So entwickeln Sie Ihren Betrieb weiter und Sie erhalten neue Ideen für weitere Ziele.

Uwe Weddige

23 12, 2025

2035 fehlen 150 Mio. t Milch

2025-12-23T05:04:49+00:0023. Dezember 2025|

„Die Milcherzeuger auf der Welt produzieren einfach zu viel Milch, die der Markt nicht aufnehmen kann“, so beurteilt Philipp Goetz vom IFCN-Netzwerk die aktuelle Lage. Weltweit stünden die Milchpreise derzeit unter Druck, „doch auf lange Sicht sehen wir einen klaren Trend nach oben, da wir ein anhaltendes Milchdefizit erwarten.“

Weltweit steige der Anteil an kaufkräftigen Konsumenten, die mehr Käse und mehr Pizza konsumierten, „wir rechnen bis 2035 mit weltweit ca. 0,8 Milliarden mehr Menschen, so dass wir dafür etwa 15 % mehr Milch benötigen.“ Das sind umgerechnet ca. 150 Mio. t Milch. Ein Mehrbedarf, der in etwa der eineinhalbfachen Menge der aktuell in den USA produzierten Menge entspricht.

In Asien und Afrika, aber auch in Nordamerika steigt die Milchproduktion weiter an. In Asien sorgen staatliche Produktionsanreize für höhere Milchmengen, gleichzeitig sorgt das für Nachfrage und für Wachstum auf der Produktionsseite. Dagegen stagniert oder sinkt in Europa und Ozeanien die Nachfrage.

Die Rentabilität der Betriebe hängt von den Produktionskosten sowie vom Milchpreis ab. Der Weltmilchpreisindex ist 2024 um 11 % auf 44,2 US-Dollar pro 100 kg gestiegen. Hauptkostentreiber sind die Futterkosten, die zwischen 12.000 und 20.000 KZT/kg (20 bis 33 €ct/kg) und damit bis zu 70 % der Gesamtkosten ausmachen.

Die weltweite Nachfrage steigt in Zukunft stärker als das Angebot, ist sich Philipp Goetz sicher. Der Strukturwandel setze sich hin zu größeren Betrieben weiter fort. Asien werde weiterhin größter Importeur bleiben.

Zusammenfassend ist davon auszugehen, dass kasachische Milcherzeuger akzeptable Einkommen generieren können. Wichtige Voraussetzung dafür ist allerdings gut geschultes Personal, eine hohe Produktivität und bestes Futter.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen schöne und erholsame Festtage,

Ihr Uwe Weddige

Grafik: KFM

19 12, 2025

Musik im Stall

2025-12-19T04:23:03+00:0019. Dezember 2025|

Es besteht kein Zweifel an den positiven Auswirkungen von Musik auf den Menschen. Aber wie sieht es mit Tieren aus? Kann Musik das allgemeine Wohlbefinden von Milchkühen steigern? Was sagt die Wissenschaft dazu?

Studien zeigen, dass Musik Kühen hilft, besser gesund und leistungsfähig zu bleiben. Musik unterstützt die Tiere dabei, mit Stress und körperlichen Herausforderungen besser umzugehen. Dadurch können sich Produktion, Fortpflanzung, Gesundheit und allgemeines Wohlbefinden der Kühe verbessern.

Klassische Musik kann auf hormonellem Weg die Aktivierung von Stressreaktionen reduzieren. Ein niedrigerer Stresshormonspiegel wirkt sich auf wichtige physiologische Funktionen aus. Beruhigende Musik fördert so indirekt die Oxytocinausschüttung. Außerdem wird die Immunantwort bei geringem Stress verbessert.

Musik beeinflusst das Verhalten von Kühen, was wiederum zur Verbesserung der Produktivität und des Wohlbefindens beiträgt:

  • Ruhigeres Verhalten: Studien berichten über geringere Schreckreaktionen und eine größere Gelassenheit beim Melken bei Kühen, die leiser Musik ausgesetzt sind.
  • Bessere Routinen: Kühe verbringen mehr Zeit mit Liegen, Fressen und Wiederkäuen. Diese Anzeichen sind als hohes Komfort- und positives Wohlbefinden zu werten.
  • Verbessertes Sozialverhalten: Es wird eine geringere Aggressivität beobachtet, wenn Musik konsequent in die Stallumgebung integriert wurde.

Langsame und beruhigende Musik kann die Milchleistung um etwa 3 % verbessern, während schnelle oder unregelmäßige Musik keinen Nutzen oder sogar einen negativen Effekt hat. Um positive Ergebnisse zu erzielen, sollte Musik daher langsam und harmonisch sein, mit moderater Lautstärke von weniger als 75 dB abgespielt und regelmäßig während wichtiger Routinen wie Melken oder Ausruhen eingesetzt werden.

Quelle: CevaNews, gekürzt von Uwe Weddige

Foto: © Elisabeth Hoops

17 12, 2025

Desinfektion – 5 Fehler

2025-12-17T04:30:15+00:0017. Dezember 2025|

Biosicherheit in der Rinderhaltung: Die fünf häufigsten Desinfektionsfehler – und wie sie vermieden werden

Fehler 1 – Dosierfehler: Eine zu geringe Konzentration des Desinfektionsmittels kann dazu führen, dass Viren, Bakterien und Pilze überleben, wodurch die Desinfektion wirkungslos bleibt. Ungenaue Dosierhilfen können die Wirksamkeit des Desinfektionsmittels erheblich beeinflussen.

Fehler 2 – Kältefehler: Chemische Reaktionen verlaufen bei Kälte langsamer, sodass die Reaktionsgeschwindigkeit der Wirkstoffe abnimmt. Besonders im Winter kommt es dadurch zu einem erhöhten Risiko für die Übertragung von Krankheitserregern.

Fehler 3 – Eiweißfehler: Organische Rückstände binden oder neutralisieren viele Desinfektionsmittel. Blut, Milchreste und Kot inaktivieren Wirkstoffe. Eine Desinfektion ohne vorherige gründliche Entfernung organischer Rückstände führt häufig nicht zum gewünschten Effekt.

Fehler 4 – Seifen- und Tensid-Fehler: Rückstände von Reinigungsmitteln auf Oberflächen führen zu mangelhafter Wirkung von Desinfektionsmitteln. Reinigung und Desinfektion müssen klar voneinander getrennt sein. Nach der Reinigung sollte immer gründlich mit Wasser nachgespült werden, bevor das Desinfektionsmittel aufgetragen wird.

Fehler 5 – Anwendungsfehler: Zu kurze Einwirkzeiten, ungleichmäßiges Aufsprühen oder eine zu geringe Auftragsmenge führen zu unzureichenden Desinfektionswirkungen. Deshalb ist es wichtig, Geräte regelmäßig zu warten, Düsen auf Sprühbild und Fördermenge zu prüfen und die empfohlenen Einwirkzeiten der Hersteller konsequent einzuhalten.

Fazit: Mit klaren Arbeitsanweisungen, geeichter Dosierung, Dokumentation, Beachtung der Hersteller-Empfehlungen und einfachen Checks lässt sich das Risiko mangelnder Desinfektion deutlich reduzieren.

Dr. Julia Blumenberg, gekürzt durch Uwe Weddige

11 12, 2025

Gesunde Kühe durch fachgerechte Fütterung

2025-12-11T11:00:48+00:0011. Dezember 2025|

Fast alle Probleme mit der Tiergesundheit von Kühen sind im Kern fütterungsbedingt.

Bereits das richtige Trockensteherkonzept entscheidet, ob die Laktation mit Nachgeburtsverhaltung und Labmagenverlagerung oder Pansenazidose startet. Durchdachte Rationsgestaltungen und das Fütterungscontrolling helfen Euterentzündungen und Klauenprobleme zu vermeiden und sorgen dafür, dass die Kuh in der Laktation gesund bleibt und mit der optimalen Körperkondition trockengestellt werden kann.

Nur wenn alle Kühe im Stall eine homogene Mischung ohne Futterselektion fressen und diese konstant in einwandfreier Qualität vorgelegt wird, lassen sich pH-Wert-Schwankungen im Pansen auf ein Minimum reduzieren.

Über eine gesunde, leistungsgerechte Fütterung wird das Immunsystem der Kühe widerstandsfähiger und die Kühe bleiben leistungsfähig. Eine gesunde Fütterung legt sich wie ein „Schutzschirm“ über die Herde und auch der Hitzestress lässt sich deutlich reduzieren.

Viele Zielwerte und Maßnahmen aus der Praxis sind veraltet und passen schon längst nicht mehr zum aktuellen Niveau von Genetik und Management. Nur die ehrliche und akribische Ermittlung der eigenen Erfolgskennzahlen und der kritische Umgang damit führen zu den richtigen unternehmerischen Entscheidungen.

Uwe Weddige

Foto: © KFM

9 12, 2025

Drei Wege zur Eutergesundheit

2025-12-09T04:47:21+00:009. Dezember 2025|

Steigen die Zellzahlen, kommt der Ruf nach Medikamenten oder Futterzusätzen. Aber wer seine Eutergesundheit wirklich nachhaltig verbessern will, sollte sich mit den täglichen Abläufen im Stall beschäftigen.

Prof. Dr. Volker Krömker sagt dazu: „Euterprobleme entstehen selten über Nacht, sie sind oft die Summe vieler kleiner Managementfehler“. Der Fachmann von der Hochschule Hannover ergänzt: „Eutergesundheit ist nichts anderes als Management. Sie entsteht durch wiederholte, saubere Abläufe – Tag für Tag“.

Das bedeutet, dass der Tierhalter durch saubere Boxen, klare Melkroutinen und ein gutes Auge für Details aktiv Einfluss nehmen kann. Prof. Krömker beschreibt drei Wege, die jede Milchkuhherde auf Dauer gesünder machen:

  1. Neuinfektionen vermeiden: Hygiene, Arbeitsstandards und klare Abläufe sind der Schlüssel. Dazu gehört, die Liegeboxen trocken zu halten, regelmäßig zu reinigen und beim Melken konsequent sauber zu arbeiten.
  2. Neuinfektionen früh erkennen und behandeln: Wer Zellzahlen, Milchkontrolle und Tierverhalten im Blick behält, erkennt Entzündungen, bevor sie klinisch werden. Das spart Kosten und Stress – für Mensch und Tier.
  3. Konsequentes Handeln: Chronisch kranke Tiere rechtzeitig selektieren. Eine Kuh, die dauerhaft hohe Zellzahlen hat, erhöht den Keimdruck für alle anderen.

Fazit: Eutergesundheit ist kein Zufall, der Tierhalter muss konsequent die richtigen Dinge tun und das Tag für Tag. Jedes Detail zählt, von der Einstreu, Melkmaschinenwartung bis zum Dippen. Dazu benötigt man keine Wunderlösung, sondern klare Routinen, konsequente Hygiene und ein Team, das Verantwortung übernimmt.

Uwe Weddige

Foto: © Weddige

4 12, 2025

Mikroplastik beeinflusst die Verdauung von Rindern

2025-12-08T04:51:09+00:004. Dezember 2025|

Eine neue Studie zeigt die Wirkung von Mikroplastik auf das Verdauungssystem von Rindern, darüber berichtet ein deutsch-finnisches Team im „Journal of Hazardous Materials“. Das Team hatte Flüssigkeit aus dem Pansen entnommen und Plastikteilchen sowie Heu oder Gerste hinzugegeben.

„Unsere Studie zeigt, dass der Verdauungstrakt als Bioreaktor arbeitet, der Plastik in kleinere Teilchen zersetzt und damit potenziell neue Risiken schafft“, sagte Mitautorin Jana Seifert von der Universität Hohenheim. Kleinere Kunststofffragmente könnten leichter ins Gewebe gelangen – und damit auch in die Lebensmittelkette.

In den Versuchen mit Gerste veränderte das Mikroplastik nicht nur die Zusammensetzung der Bakteriengesellschaft im Pansensaft (Mikrobiom). Es entstanden nach Forscherangaben zudem bakterielle Proteine, die mit Stressreaktionen in Verbindung stehen.

Zuvor sei bereits gezeigt worden, dass Partikel kleiner als 0,1 Millimeter die Darmbarriere überwinden können, was zu einer Anreicherung in tierischen Produkten führen könne, die vom Menschen verzehrt werden, schreibt das Team in der Studie. Der verbleibende Teil verlasse den Darm entweder unverändert oder modifiziert mit dem Kot und gelange anschließend erneut auf landwirtschaftliche Flächen, wodurch der Kreislauf von Neuem beginnt.

Uwe Weddige

Foto: © KFM

2 12, 2025

Wie Metritis verhindern?

2025-12-02T07:56:56+00:002. Dezember 2025|

Wie bei vielen anderen Erkrankungen auch, steigern gezielte Vorbeugemaßnahmen und frühes Erkennen der Metritis sowie ein gutes Fütterungsmanagement die Milch- und Fruchtbarkeitsleistung.

Eine Studie aus den USA mit über 6.000 Kühen zeigte, dass Kühe mit übelriechendem, wässrigen und rötlichen Schleim nach 300 Laktationstagen im Vergleich zu Tieren mit klarem oder leicht eiterigem Schleim deutlich seltener trächtig waren. Diese Tiere verließen die Herde nach dem Kalben deutlich häufiger. Auch fiel die Milchleistung innerhalb der ersten 300 Laktationstage um 760 kg geringer aus als in den Vergleichsgruppen.

Daher muss alles getan werden, um Gebärmutterentzündungen zu verhindern. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die Unterstützung des Fressverhaltens und der Futteraufnahme. Kühe mit einer klinischen Gebärmutterentzündung weisen bereits drei Wochen vor der Kalbung eine negative Energiebilanz auf. Dieses Energiedefizit bleibt auch nach der Kalbung bestehen. Erst zwei bis drei Wochen nach der Geburt ist mit einer Normalisierung zu rechnen.

Daher ist unbedingt auf eine Futteraufnahme der Kühe zu achten, denn jedes zusätzlich aufgenommene Kilogramm Trockenmasse (TM) kann die Milchleistung um ca. 1,5 kg pro Tag steigern.

Besonders in der späten Trockenstehphase muss jede Selektion der Futterration verhindert werden. Oftmals ist jedoch das Stroh deutlich zu lang und die Ration zu trocken. Partikellängen beim Stroh zwischen 20 und 30 mm und die Zugabe von Wasser können  diese Probleme beheben.

Damit die Kühe rund um die Kalbung viel Futter aufnehmen können, sollte die Fresszeit verlängert werden. Dies gelingt z. B. durch eine Unterbelegung der Ställe in der Transitphase und über eine häufigere Futtervorlage. Alleine eine Erhöhung der Fütterungsfrequenz von einmal auf zweimal täglich steigert die tägliche Fressdauer bereits um zehn Minuten pro Tag.

Uwe Weddige

Foto: © KFM

27 11, 2025

California-Test richtig anwenden!

2025-11-27T09:34:51+00:0027. November 2025|

Der California-Mastitis-Test oder auch Schalmtest liefert schon nach wenigen Sekunden im Melkstand oder direkt an der Kuh ein Ergebnis zur geschätzten Zellzahl der Milch.

Auch wenn die Milch unverändert aussieht, kann die Zellzahl erhöht sein und eine subklinische Mastitis vorliegen. Je stärker die Entzündung, desto zähflüssiger wird das Gemisch aus Milch und Testflüssigkeit.

  • Die Kuh ist wie gewohnt sorgfältig vorzumelken. Im Anschluss werden aus jedem Euterviertel mehrere Strahlen Milch gezielt in die vier getrennten Schalen der Testplatte gemolken. Melken Sie vorsichtig, damit die Milch nicht in die anderen Schalen spritzt.
  • Im zweiten Schritt gießen Sie die überschüssige Milch durch langsames Kippen der Testschale bis zur Markierung ab.
  • Wichtig: die Milch in den vier Schalen darf sich nicht vermischen.
  • Nach dem Abgießen geben Sie gleich viel Testflüssigkeit in jede Schale. Die jeweilige Menge von Milch und Testflüssigkeit sollte möglichst ähnlich sein.
  • Durch langsames Kreisen der waagerecht gehaltenen Testplatte mischen Sie den Schaleninhalt sorgfältig. Unterschiede in der Fließfähigkeit deuten auf eine subklinische Mastitis hin.

Nicht jede Euterentzündung muss zwingend mit einem Antibiotikum behandelt werden. Mithilfe eines Schnelltests lassen sich die Kühe aufspüren, die auch ohne ein solches Medikament auskommen. Lesen Sie dazu auch das kostenfreie KFM-Merkblatt „California-Test“

Uwe Weddige

Foto: Mit dem Schalmtest kann die Anzahl somatischer Zellen in der Milchprobe abgeschätzt werden. © Dr. med. vet. Friederike Reinecke

 

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