Die Baumaschinen sind weithin zu hören und schon aus großer Entfernung kann man die neuen Gebäude auf unserem Pilotbetrieb im Gebiet Nordkasachstan „Prekrasnoe“, zu Deutsch: „das Schöne“ erkennen. Wo im Herbst noch Gras wuchs, stehen nun zwei Liegehallen und ein Melkhaus. Die Arbeiter betonieren in diesen Wochen die Lauf- und Liegefläche, um im Anschluss mit der Montage der Stalleinrichtung und des Melkstandes zu beginnen.

Keinen einzigen Bewohner gab es mehr im Ort, bis Bakhyt Mazhitovich sein Heimatdorf wiederbelebte. Neben der neuen Stallanlage ließ er fast zehn neue Wohnhäuser für die Mitarbeiter des Betriebes und deren Familien errichten.

Das Projektteam berät die Handwerker vor Ort in kleinen und auch größeren Detailfragen. Uwe Weddige, der über umfangreiche Beratungserfahrung beim Bau von Milchviehställen verfügt, beantwortet viele Fragen zu bautechnischen Details und zur Bauausführung allgemein. Das Bautempo ist rasant, aber die Rinder stehen im Exportland bereits in Quarantäne und die Liefertermine rücken näher. „In dieser Bauphase steigen die fachlichen Anforderungen an die Monteure beinahe täglich, es muss sorgfältig gearbeitet werden, um die Zeitpläne der folgenden Gewerke nicht zu gefährden,“ erläutert Uwe Weddige. Der KFM-Projektleiter und Bauexperte rät dazu, das Tempo keinesfalls zu verringern, eher sei es wichtig, jetzt richtig „Gas zu geben”.

Ainagul Ayaganova, stellv. Projektleiterin KFM