About Darigul Temirbayeva

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21 04, 2022

Liegeboxen: trocken und weich

2022-04-21T11:53:32+01:0021. April 2022|

Ein weicher Belag ist für die Tiergesundheit wichtig. Nur so verteilt sich der Druck des Körpergewichtes gleichmäßig auf die gesamte Liegefläche.

Beim Aufstehen lastet etwa ein Drittel des Körpergewichtes der Kuh auf ihren Karpalgelenken. Damit es zu keinen offenen Stellen oder Schwellungen an den Gelenken kommt, muss die Liegefläche das Gewicht abfedern.

Kühe bevorzugen eine leicht geneigte Liegefläche mit einer nachgiebigen und 25 bis 50 mm dicken Matte. Die Beläge sollten ca. 20 mm nachgeben. Leider halten die weit verbreiteten Matten mit Schaumstoffkern nur wenige Jahre, Gummimatten mit Hohlkörpern sind deutlich langlebiger. Die Beläge sollten außerdem eine gute Wärmedämmung aufweisen.

Ohne Einstreu geht es nie! Streuen Sie die Boxen unbedingt ganzjährig ein, um Kot- und Urinreste zu binden. Am besten ist gehäckseltes Stroh geeignet, aber auch Langstroh ist möglich. Sägespäne verursachen durch die groben Partikel oft kleine Druckstellen.

Besonders bewährt haben sich leicht angefeuchtete Gemische von gehäckseltem Stroh und feinvermahlenem kohlensauren Kalk (CaCO3). Die Einstreu darf jedoch niemals so feucht sein, dass beim Anfassen Feuchtigkeit spürbar ist. Verwenden Sie keine schimmeligen oder staubigen Strohpartien. Reinigen Sie die Boxen mindestens zweimal täglich und streuen sie jeweils frisch nach.

Testen Sie zunächst die Funktionssicherheit Ihrer Gülletechnik in Teilbereichen des Stalles, bevor Sie dieses System in der gesamten Anlage zum Standard machen.

Uwe Weddige

Foto: KFM

18 04, 2022

Kühe lieben es langweilig

2022-04-18T07:49:05+01:0018. April 2022|

Liebe Leserinnen, liebe Leser, Kühe mögen keine Veränderungen. Sie gewöhnen sich schnell an die täglichen Abläufe und auch ihr Futter sollte möglichst keine Abwechslungen bieten.

Aber wie bereiten Sie Ihre Kühe optimal auf die Laktation vor? Was fressen Ihre Kühe tatsächlich? Wie verbessern Sie Ihre TMR mit wenig Aufwand?

Rechnen – füttern – beobachten und kontrollieren: diese Punkte sind untrennbar miteinander verbunden und sie bilden auch den Schwerpunkt unseres April-Newsletters.

Viel Spaß beim Lesen!  Klicken Sie hier! Ihr KFM-Team

15 04, 2022

DAZ-Seminar: Fütterungscontrolling

2022-04-15T10:51:54+01:0015. April 2022|

Die Milchmengen sind zu gering, die Kühe nicht richtig fit, dazu ein hoher Verbrauch an Leistungsfutter: die Fütterung der Kühe läuft auf vielen Betrieben einfach nicht rund.

Zum Fütterungstag des Deutschen-Agrarzentrums Chaglinka (DAZ) und der Firma CT Agro trafen sich kürzlich über 30 kuhbegeisterte, motivierte Landwirte und Herdenmanger aus ganz Nordkasachstan auf dem Betrieb Mambetov im Dorf Minkeser.

Für jeden Milcherzeuger sind Kenntnisse zu den Grundlagen der Wiederkäuerverdauung und zur Rationszusammenstellung essentiell. Ainagul Ayaganova berichtete aus ihrer täglichen Beratungspraxis: „an einer bedarfsgerechten Versorgung der Tiere geht kein Weg vorbei!“ Besonders nachteilig sei die Protein- und Energieunterversorgung für melkende Kühe. Eindrucksvoll schilderte die Expertin den negativen Einfluss von Ketose auf die Tier-, Euter- und Klauengesundheit.

Das regelmäßige Fütterungscontrolling stand für Uwe Weddige im Mittelpunkt seiner Vorträge und Übungen. Der 63jährige zeigte die Bedeutung von Partikellänge und Trockenmassegehalt im Grobfutter auf: „ohne wöchentliche Kontrolle mit Schüttelbox und Trocknungsofen kann keine Fütterung gelingen!“ Aber auch die Betrachtung der Tierfaktoren wie Futteraufnahme, Milchleistung und der Milchanalysen sei unverzichtbar. Besonders intensiv diskutiert wurde unter der Leitung von Olessya Kobzeva (DAZ), als Uwe Weddige seine Ratschläge zur Futterbedarfsplanung, zur Mischqualität und zum Erntecontrolling vorstellte. Als wichtigen Erkenntnisgewinn beschrieb ein Teilnehmer die Einflüsse der vielen Faktoren, die eine Kuh zu einer guten Kuh machen. „Nur das ganzheitliche Verständnis bildet die Grundlage für eine erfolgreiche Milcherzeugung“, fasste der Landwirt den Veranstaltungstag zusammen.

Uwe Weddige

14 04, 2022

Klauengesundheit im Griff

2022-04-14T11:24:40+01:0014. April 2022|

Schmerzhafte Klauen sind beim Milchrind für die meisten Lahmheiten verantwortlich. Daher gilt es, in vielen Betrieben die Klauengesundheit maßgeblich zu verbessern.

Lahmheiten liegen nach Fruchtbarkeitsstörungen und Mastitiden ganz vorne bei den krankheitsbedingten Abgangsursachen bei Milchkühen. Als wichtige Prophylaxe gilt in gut geführten Milchviehbetrieben die dreimal jährlich durchgeführte fachgerechte Klauenpflege sowie die Kontrolle auf Lahmheit und die Klauenpflege aller Kühe bei Trockenstellung und um den 40. bis 60. Laktationstag. Weitere engmaschige Kontrollen auf Lahmheit ergänzen diese Maßnahmen.

Im theoretischen Teil des Seminars erlernen Zootechniker, Klauenpfleger und Herdenmanager die Grundlagen der Anatomie der Klaue, die wichtigsten Klauenerkrankungen sowie das Erkennen von Lahmheiten. Den Schwerpunkt der Veranstaltung bilden jedoch Übungen zur funktionellen Klauenpflege. Unter Anleitung führen die Teilnehmer die notwendigen Arbeiten am lebenden Tier durch und üben sich in Messerschleifen, Verband anlegen, Klotz kleben und Werkzeugkunde.

Mit Holger Plowka konnten wir einen ausgewiesenen Experten für Fragen der Klauengesundheit gewinnen. Er war bereits mehrfach erfolgreich in internationalen Projekten Kasachstans als Ausbilder tätig.

Die Veranstaltung findet im

Deutschen Agrarzentrum (DAZ/AMTK) am 27. Und 28. April 2022, ab 09:00 Uhr

statt. Adresse: 021231 Gemeinde Chaglinka, Rayon Zerendy, Akmola Oblast.

Das Team des deutschen Agrarzentrums DAZ-Team bietet den Teilnehmern auch Übernachtung und Verpflegung an.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, keine Teilnahme ohne Anmeldung!
Nähere Informationen und Anmeldung bei Olessya Kobzeva (Deutsches Agrarzentrum) unter Telefon +7 705 754 32 72

Uwe Weddige

14 04, 2022

Rindergesundheit im Fokus

2022-04-14T08:28:59+01:0014. April 2022|

Nur gesunde Tiere sind produktiv und in der Lage ihr Leistungspotential auszuschöpfen. Unser Ziel und unsere Motivation ist es deshalb, gemeinsam mit Tierärzten praxisorientierte Gesundheitskonzepte zu entwickeln und Lösungen zu bieten.

Der Schwerpunkt dieses Seminars liegt im praktischen Coaching von Tierärzten, Zootechnikern und Herdenmanagern, damit diese nicht nur Kenntnisse, sondern auch die Fähigkeiten zum ordnungsgemäßen Behandlung und Durchführung zootechnischer sowie tierärztlicher Maßnahmen beim Rind erwerben.

Mit Dr. Joachim Kleen konnten wir einen ausgewiesenen Experten für Fragen der Rindergesundheit gewinnen. Er war bereits mehrfach erfolgreich in internationalen Projekten Kasachstans als Ausbilder tätig.

 

Die Veranstaltung findet im

Deutschen Agrarzentrum (DAZ/AMTK) am 26. April 2022, ab 10:00 Uhr

statt. Adresse: 021231 Gemeinde Chaglinka, Rayon Zerendy, Akmola Oblast.

 

Das Team des Deutschen Agrarzentrums bietet den Teilnehmern auch Übernachtung und Verpflegung an.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Nähere Informationen und Anmeldung bei Olessya Kobzeva (Deutsches Agrarzentrum) unter Telefon +7 705 754 32 72.

Uwe Weddige

14 04, 2022

Melktraining für den KFM-Projektleiter

2022-04-14T06:14:20+01:0014. April 2022|

Moderne Melktechnik entwickelt sich ständig weiter, der neue 12er-Swing-Over-Melkstand des KFM-Pilotbetriebes „Prekrasnoe“ bietet mit 12 Melkzeugen für 24 Kuhplätze eine hohe Arbeitseffizienz bei geringen Investitionskosten. Bis zu 200 Kühe lassen sich mit der Technik des irischen Herstellers Dairymaster innerhalb von zwei Stunden in diesem Gruppenmelkstand durchschleusen.

Als Vorbereitung für die geplanten Melktrainings in Prekrasnoe ließ sich Uwe Weddige von David Lange in das Bedienungsystem „Swiftflo Commander“ von Dairymaster einweisen. Der Herdenmanager des Betriebes Weserberglandmilch schwärmte besonders von der übersichtlichen Darstellung der Melk- und Gesundheitsdaten auf dem Display. Auf dem Betrieb in Ottenstein in Niedersachsen melken jeweils vier Melker fast 600 Kühe dreimal täglich. Dabei benötigen sie in dem 2x20er Side-by-Side-Melkstand mit Frontaustrieb jeweils 3 Stunden. Eine Besonderheit der Melkanlage in Ottenstein ist die automatische druckluftunterstützte Zwischendesinfektion mit Per-Essigsäure. Das automatisierte Verfahren sorgt vor jeder Melkung für saubere Melkzeuge und wasserfreie Milchschläuche.

Besonders beeindruckten Uwe Weddige die sauberen Euter der Kühe: „eingestreute Tiefboxen verursachen vielleicht etwas mehr Arbeit als Hochboxen mit Gummibelägen, die überflüssige Euterreinigung im Melkstand rechtfertigt aber dieses System.“ Die Keimzahlen bewegen sich bei einem täglichen Gemelk pro Kuh von 31 kg im vertretbaren Bereich.

Uwe Weddige

Fotos: KFM

4 04, 2022

Dauren Karipov besucht Futterkamp

2022-04-04T04:43:06+01:004. April 2022|

Landwirtschaft hat in Kasachstan einen hohen Stellenwert, trotzdem ist der Selbstversorgungsgrad bei Milchprodukten recht gering. Dies soll sich ändern. Während bauliche Maßnahmen schnell umgesetzt werden können und Futterflächen, zeitgemäße Technik wie auch moderne Genetik zur Verfügung stehen, sind Fachkräfte aber Mangelware. An Absolventen von erstklassigen Agrarcolleges und universitären Studiengängen mangelt es nicht, aber es gibt nur wenige Fachkräfte mit vertieftem und universellem Praxiswissen.

Im Mittelpunkt des Besuchs des Botschafters der Republik Kasachstan Dauren Karipov und der Gesandten Sholpan Shynassylova standen daher Gespräche zum dualen Ausbildungssystem und zur überbetrieblichen Ausbildung sowie zur Ausbildung von Milcherzeugungsberatern.

Die Präsidentin der LKSH Ute Volquardsen und Claus-Peter Boyens erläuterten den Besuchern die zahlreichen Aufgaben in der landwirtschaftlichen Bildung, der Beraterausbildung, im Versuchswesen, in der Beratung und in der Öffentlichkeitsarbeit sowie die Ziele und die Bedeutung des LVZ als Einrichtung für Tierproduktion und landwirtschaftliches Bauen. Im anschließenden Rundgang erlebten die Teilnehmer das Kompetenzzentrum in seiner ganzen Vielfalt und Größe.

Besonders begeistert waren die Gäste von Umfang und Vielfalt der Ausbildung im Rinderbereich, die Ronja Mau eindrucksvoll demonstrierte. „Das ist ja wie eine EuroTier“ lobte der Botschafter die Bau- und Energieausstellung während des Rundganges gegenüber Jochim Rohweder und Claus-Peters Boyens. Am Nachmittag des gleichen Tages fesselte Meike von Bergen, Leiterin des LVZ-Milchwirtschaft in Bad Malente die Zuhörer mit ihren Ausführungen zu den dortigen Ausbildungsgängen.

Gemeinsam mit Peggy Lantzsch, BMEL-Referat für Osteuropa und Zentral-/Ostasien und Ralf Rogowski, GFA Consulting Group (Unternehmensberater für BMEL-Auslandsprojekte) diskutierten die Teilnehmer über die Möglichkeiten von Fachpraktika für kasachische Landwirte und Berater und über Maßnahmen zum Aufbau eines zentralen Kompetenzzentrums für Milcherzeugung in Kasachstan. „Kompetente Fachkräfte sind überaus gefragt, die Wirtschaftlichkeit der Milcherzeugung ist gegeben“, so Uwe Weddige. Nach seiner Einschätzung fehlen praxisorientierte Aus- und Weiterbildungen für Melker, Zootechniker, Fütterer, Tierärzte, Laboranten, Herdenmanager und Milcherzeugungsberater, „dies kann in Kombination mit dualer Ausbildung nur in einem nationalen Kompetenzzentrum zur Sammlung von Erkenntnissen und zur Wissensvermittlung geleistet werden“.

Uwe Weddige

Foto KFM: Ute Volquardsen und Dauren Karipov

10 01, 2022

Kartoffeln und Möhren verfüttern?

2022-01-10T08:16:13+00:0010. Januar 2022|

Überschüssige Kartoffeln, Möhren und Äpfel bieten sich als schmackhafte Futterkomponente für Kühe an. Besonders Kartoffeln haben einen hohen Futterwert, da sie viel Energie in Form von Stärke enthalten.

Der Trockenmassegehalt (TM) von Kartoffeln liegt je nach Verwertungsrichtung zwischen 18 und 22%. Ihr Eiweiß-, Stärke- und Energiegehalt ähnelt dem von Körnermais, sie sind also kein Grobfutter! Durch die negative ruminale Stickstoffbilanz (RNB) ist eine entsprechende Eiweißergänzung notwendig. Wegen des sehr geringen Rohfasergehaltes sollte auf eine ausreichende Strukturversorgung geachtet werden.

Kartoffeln werden roh verfüttert, sie müssen zur Fütterung sauber, nicht angefault, nicht grün und nicht stärker gekeimt sein. Für Milchkühe werden Höchstmengen von bis zu 10 kg Kartoffeln pro Tag empfohlen, das entspricht ca. 2 kg Trockenmasse. Eine ausreichende Gewöhnung ist dennoch sehr wichtig.

Achtung: Schwankungen und Futterselektion

Kühe reagieren negativ auf Schwankungen in der Rationsgestaltung. Bei der Fütterung von frischem Gemüse oder Obst ist unbedingt eine Kontinuität der Ration zu gewährleisten.

Ganze Kartoffeln, Möhren und Äpfel empfinden Kühe als sehr schmackhaft. Wenn der Mischwagen kommt, beginnen die Tiere sofort damit, diese aus der TMR zu selektieren. In der Folge gelangen die Leckereien quasi schubweise in die Kuh. Das erklärt die oft auftretenden Übersäuerungsprobleme in diesen Herden.

Dies ist nur zu vermeiden, wenn man diese Futtermittel vor der Vermischung zermust, entweder im Fahrsilo mit der Radladerschaufel oder mittels spezieller Technik. Mischwagen sind dafür kaum geeignet, zumal man häufig stumpfe und abgenutzte Messer sowie festgeschraubte Gegenschneiden sieht. Aber auch scharfe Messer bieten keine ausreichende Zerkleinerung.

Insgesamt beanspruchen Kartoffeln, Möhren und Äpfel in Mischrationen ein intensives und regelmäßiges Fütterungs-Controlling! Ansonsten heißt das Ergebnis: wenig Nährstoffe und viel Ärger in Sachen Verdauungsphysiologie.

Uwe Weddige

Foto: KFM

29 12, 2021

Ziele für 2022

2021-12-29T10:44:34+00:0029. Dezember 2021|

Es ist schon wieder Dezember und das Jahr ist bald vorbei. Wie lief das Jahr 2021 für Sie und Ihre Tiere? Waren Sie mit der Futterqualität und den Erntemengen zufrieden? Konnten Sie die Milchleistung in diesem Jahr erhöhen und die Tiergesundheit verbessern? Wie entwickelt sich die Wirtschaftlichkeit Ihrer Produktion?

Jetzt ist es höchste Zeit, dass Sie sich die Ziele für das Jahr 2022 notieren. Haben Sie bereits Ziele-Zettel? Aufgeschriebene Ziele lassen sich schneller erreichen. Deshalb empfehlen wir diese Strategie:

  • Drei, maximal vier große Ziele schriftlich fixieren
  • Datum der Zielerreichung definieren
  • Etappenziele setzen
  • Gut sichtbar im Büro aufhängen

Orientieren Sie sich bei Ihren Überlegungen an den Stärken Ihres Betriebes. Nur wenn die Ziele zu Ihnen persönlich und zu Ihrem Betrieb passen, werden Sie sie erreichen. Sie sollten Ihre Planungen unbedingt mit Ihrem Team besprechen, damit alle Ihre Vorhaben kennen. Vielleicht haben auch Ihre Mitarbeiter noch ergänzende Ideen.

Aber Achtung: Ihre Ziele sollten realistisch sein. Nur wenn Sie an die Erreichbarkeit glauben, klappt es mit der Umsetzung.

Mögliche Ziele für das Jahr 2022 könnten sein:

  • Kommunikation mit den Mitarbeitern verbessern, sie besser über das Betriebsgeschehen informieren
  • Futterkosten und Ihre Einkommen nach Futterkosten einmal monatlich ausrechnen
  • Regelmäßiges Controlling Ihrer Mischrationen

Nutzen Sie die nächsten Wochen, um sich Ihre Ziele für das Jahr 2022 zu notieren! Welche Punkte sind Ihnen wichtig? Was möchten Sie erreichen und bis wann? Gerne unterstützt das KFM-Team Sie bei Ihren Überlegungen.

Wir wünschen Ihnen einen guten Start in das Jahr 2022.

Das KFM-Team

27 12, 2021

Was fressen Ihre Kühe?

2021-12-27T04:34:17+00:0027. Dezember 2021|

Vermutlich wissen Sie genau, was die Waage Ihres Mischwagens anzeigt, aber dies beantwortet nicht die Frage.

Immer wieder sind Schimmelschichten in der Silage zu finden. Diese Partien gehören nicht in den Futtertrog, das ist hinlänglich bekannt. Welches Gefährdungspotential vom Cocktail aus verschiedenen Mykotoxinen in solchen Silagen für die Tiergesundheit ausgeht, wird jedoch meistens unterschätzt.

Häufig wird die „entgiftende Wirkung“ des Pansens angeführt. Das ist nur bedingt richtig: Mykotoxine werden zwar in weniger giftige Stoffwechselprodukte umgewandelt, trotzdem sind Schädigungen der empfindlichen Pansenflora an der Tagesordnung. Jede Störung des Vormagenstoffwechsels durch Vergiftungen sorgt für einen unspezifischen Leistungsrückgang.

Schimmel in Silagen weist immer auf Mängel in der Siliertechnik hin. Unzureichende Verdichtung, mangelhafte Abdeckung und ungünstige Entnahmestrategien erleichtern den Lufteintrag und ermöglichen so die Vermehrung der Schimmelpilze.

Was ist zu tun? Vor Beladung des Mischwagens sind die übelriechenden Partien sowie alle Schimmel- und Schmierschichten sorgfältig zu beseitigen. Die Entfernung der Folienabdeckung erfolgt stets nur für wenige Tage. Dabei muss die verbleibende Folie soweit beschwert werden, dass keine Luft eindringt, die Folie darf nicht „pumpen“. Außerdem ist jede unnötige Auflockerung des Silostockes bei der Entnahme zu vermeiden. Die Fahrer sind unbedingt in der fachgerechten Bedienung der Schneidzangen zu unterweisen.

Hygienisch einwandfreies Grundfutter ist die Grundlage für hohe Milchleistungen und gesunde Tiere. Auch wenn man Schimmelpartien nach dem Mischvorgang im Futter nicht wiederfindet, haben sie in der TMR nichts zu suchen!

Uwe Weddige

Foto: KFM